Partizipation im Alltag

Tagtäglich treffen Kinder im Kindergartenalltag Entscheidungen.

Womit möchte ich mich beschäftigen, wer soll mein Spielpartner – meine Spielpartnerin sein?
Mag ich mich bewegen (freie Bewegung im Turnsaal), oder brauche ich ein wenig Ruhe (Hängesessel, Sofa im Bilderbuchbereich, Trödelspiele etc.).
Bin ich schon hungrig, wann möchte ich jausnen (an Tagen mit „Jausenrestaurant“), wann bin ich satt?
Wovon mag ich mir beim Mittagessen viel, oder wenig nehmen, was möchte ich lieber zuerst probieren?

Kinder erfahren, dass ihre Entscheidungen wichtig sind – für sie selbst aber auch für andere.
Sie erleben, dass sie ernst genommen werden und dass ihre Meinung Konsequenzen hat.
Wie reagiert mein Umfeld auf meine Entscheidung? Wie geht es mir mit der Entscheidung anderer?
Sie üben sich im Miteinander und lernen die Entscheidungen und Meinungen der anderen zu akzeptieren.

Gemeinsam Entscheidungen treffen

Immer wieder werden bei uns Entscheidungen gemeinsam getroffen.
So ist es z.B. zu Tradition geworden, dass wir am Nachmittag abstimmen, ob wir noch einmal ins Freie gehen, oder lieber im Kindergarten spielen.
Jede Stimme zählt und die Mehrheit entscheidet.

So war es auch als Anfang Oktober darüber entschieden wurde, welches Material den Kindern in der „Sandwanne“ demnächst zur Verfügung gestellt wird.
Bevor es zur Abstimmung kam, wurden die Ideen der Kinder gesammelt und visualisiert (Bildkarten -Piktogramme). Ebenso wurden die Ideen der Kinder verschriftlicht.

Von den vielen Ideen kamen zunächst 3 zur Abstimmung. Beim „Wahlvorgang“ bekam jedes Kind einen Legostein und durfte ihn zu jener Bildkarte stellen, für die es sich entschieden hatte.
Ganz deutlich war für die Kinder erkennbar, welches Material die Mehrheit erreichte.